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Bezirksversammlung Unterfranken 2026
Die Landrätin des Landkreises Main-Spessart Sabine Sitter erhielt vom Präsidenten des Landesinnungsverbands des Bayerischen Zimmererhandwerks Peter Aicher als Erinnerung einen „Timmy“ aus Holz überreicht.
Von links: Hauptgeschäftsführer LIV Kai Gajewski, Repräsentantin der Unternehmerfrauen Bianca Weigand, Bezirksvorsitzender Stefan Weyer, Landrätin Sabine Sitter und Präsident LIV Peter Aicher.
Quelle: LIV/mr
Die Zimmerer Unterfrankens trafen sich am 3. Februar 2026 in Marktheidenfeld zur jährlichen Bezirksversammlung. Dazu begrüßten der Präsident des Landesinnungsverbandes des Bayerischen Zimmererhandwerks (LIV) Peter Aicher, Hauptgeschäftsführer Kai Gajewski sowie Bezirksvorsitzender Stefan Weyer neben 40 Teilnehmenden aus der Branche auch die Landrätin des Landkreises Main-Spessart Sabine Sitter und den Ersten Bürgermeister der Stadt Marktheidenfeld Thomas Stamm.
Zu Beginn jedes Jahres kommen die Mitgliedsbetriebe und Vertreter des Landesinnungsverbandes in jedem der sieben bayerischen Bezirke zusammen. Diese regelmäßigen Treffen dienen dazu, aktuelle Entwicklungen im Zimmererhandwerk und im Holzbau zu besprechen sowie den direkten Kontakt zwischen Verband und den Zimmerern in örtlichen Innungen und Fachgruppen zu pflegen.
Der Bezirksvorsitzende Stefan Weyer begrüßte die Teilnehmenden und betonte die Bedeutung der Verbandsarbeit für die anhaltende gute Entwicklung des Zimmererhandwerks. Bianca Weigand berichtete als Repräsentantin über die Tätigkeiten der Unternehmerfrauen und den lebendigen Austausch zwischen den in den Betrieben mitarbeitenden Partnerinnen der Zimmerer.
Präsident Peter Aicher informierte in seinem Vortrag über die Arbeit des Landesinnungsverbandes auf landes-, bundes- und europäischer Ebene. Dazu zählen unter anderem die Nachwuchsförderung, Öffentlichkeitsarbeit, strategische Verbandsentwicklung sowie aktuelle Forschungs- und Innovationsprojekte im Holzbau. „Unser Ziel ist die Etablierung von Holz als neuen Standard im Bauwesen“, betonte Aicher.
Der Erste Bürgermeister der Stadt Marktheidenfeld Thomas Stamm erhielt vom Präsidenten des Landesinnungsverbands des Bayerischen Zimmererhandwerks Peter Aicher als Erinnerung einen „Timmy“ aus Holz überreicht.
Von links: Hauptgeschäftsführer LIV Kai Gajewski, Repräsentantin der Unternehmerfrauen Bianca Weigand, Bezirksvorsitzender Stefan Weyer, Bürgermeister Thomas Stamm und Präsident LIV Peter Aicher.
Quelle: LIV/Moritz Rosen
Auch die Landrätin des Landkreises Main-Spessart Sabine Sitter sowie der Erste Bürgermeister der Stadt Marktheidenfeld Thomas Stamm hießen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ebenfalls willkommen. Landrätin Sitter berichtete begeistert von mehreren Neubauten mit Holz im Landkreis wie einem Krankenhaus mit Holzfassade und einer Turnhalle in Holzständerbauweise. Bürgermeister Stamm zeigte sich beeindruckt von der Zahl des Auszubildenden und den steigenden Holzbauquoten.
Arbeitsschutz und Künstliche Intelligenz
Im Hauptteil bot die Bezirksversammlung den Teilnehmenden einen praxisnahen Überblick über aktuelle Fachthemen, digitale Lösungen und neue Instrumente des Landesinnungsverbands, die den Arbeitsalltag in den Betrieben erleichtern.
Einen praxisnahen Einblick in den Bereich Arbeitssicherheit gab Andy Görner der BG BAU. Vorgestellt wurde das Leistungsangebot der Berufsgenossenschaft und ihrer Tochterunternehmen, die Betriebe bei der Organisation von Betriebsärzten und Sicherheitsfachkräften unterstützen sowie finanzielle Anreize in Form von Arbeitsschutzprämien bieten.
Ein weiterer Schwerpunkt der Versammlung lag auf dem Thema Künstliche Intelligenz. Unter dem Titel „KI – Wo geht die Reise hin?“ zeigte Valentin Meyer von der Handwerkskammer für Unterfranken, wie Künstliche Intelligenz Handwerksbetriebe bereits heute konkret unterstützen kann, etwa bei der Baustellendokumentation, der Erstellung von Materiallisten oder der strukturierten Bearbeitung von E-Mails.
Neuigkeiten im Jahr 2026, Nachhaltigkeit und digitale Werkzeuge des Verbandes
Hauptgeschäftsführer Kai Gajewski gab einen Überblick über aktuelle politische und rechtliche Entwicklungen. Themen waren der Bauturbo und seine möglichen Auswirkungen auf die Bauwirtschaft, die Entwicklung der Lohnkosten sowie rechtliche Neuregelungen ab 2026, etwa zur Bewertung von Fahrzeiten als Arbeitszeit. Außerdem stellte er den neuen Nachhaltigkeits-Piloten des Landesinnungsverbandes vor. Das Tool ermöglicht Mitgliedsbetrieben die einfache Berechnung von CO₂-Emissionen sowie die schnelle Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts und steht exklusiv den Innungsbetrieben zur Verfügung.
Valentin Klingler, Verbandsreferent für Nachhaltigkeit und Effizienz im Holzbau, präsentierte im Anschluss aktuelle Forschung und ihren konkreten Nutzen für die Betriebe, gab einen Überblick über die aktuelle Förderlandschaft und beantwortete die Frage, welche Nachweise im Rahmen der PEFC-Zertifizierung erforderlich sind.
Abgerundet wurde das Programm durch einen Vortrag von Andreas Kraft, Verbandsreferent für Technik und Umwelt. Er präsentierte eine neue digitale Lernplattform des Landesinnungsverbandes für seine Mitgliedsbetriebe, mit der Mitarbeiterunterweisungen einfach, schnell und rechtssicher dokumentiert werden können.
Die Unternehmerfrauen um Bianca Weigand (links) tauschten sich über Ihre Arbeit und gemeinsamen Erfahrungen aus.
Quelle: LIV/mr